Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Störung der Blutversorgung des Gehirns. Die meisten Schlaganfälle geschehen, weil ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß im Gehirn blockiert. Auch Blutungen im Gehirn können verantwortlich sein.

Die Unterversorgung verschiedener Hirnareale führt zu zeitweisen oder bleibenden Störungen verschiedener Körperfunktionen. Auch das Sehen kann betroffen sein. Besonders oft kommt es zu Gesichtsfeldeinschränkungen. Möglich sind auch eine herabgesetzte Sehschärfe, Veränderungen des Kontrastsehens, Störungen der Augenbeweglichkeit oder Doppelbilder.
Manche Patientinnen und Patienten haben Probleme beim Erkennen von Gesehenem. Die Umgebung wird zwar wahrgenommen, aber nicht mehr erkannt (Agnosie). Eine Folge des Schlaganfalls kann ein Neglect sein, am häufigsten ein visueller Neglect. Dabei wird eine Körper- bzw. Raumhälfte nicht mehr wahrgenommen bzw. vernachlässigt.

Der Umgang mit einer Seheinschränkung kann durch Trainings der visuellen Wahrnehmung deutlich verbessert werden. Klassische Sehfunktionstrainings kommen ohne einen Computer aus, oft werden jedoch spezielle Computer-Programme genutzt.

Weitere Informationen, nützliche Adressen und Kontakte hat zum Beispiel die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe auf ihrer Website zusammengestellt.

Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Geschlechteridentitäten (siehe auch www.dbsv.org/gendern.html)